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Fernrohr in die Vergangenheit
Torgau um 1600
Frankfurt zur Stauferzeit
Holoinstalation Berliner Schloss

Installationen / Exponate

Wissensvermittlung mit digitalen Medien führt zu neuen Formen der Präsentation von Inhalten. Ein Arbeitsbereich der Architectura Virtualis ist daher die Entwicklung von Installationen und Exponaten im Kontext Neuer Medien. Ziel bei der Realisierung ist die Einheit von Inhalt, Technik und Gestaltung. Die Architectura Virtualis berät beim Einsatz digitaler Medien in Ausstellungen und übernimmt die Entwicklung und Realisierung von Exponaten. Das Spektrum umfasst verschiedene Bereiche, so unter anderem die Rekonstruktion zerstörter Architektur, die Kombination von virtuellen und haptischen Modellen, die Simulation und Darstellung komplexer historischer Vorgänge sowie die Präsentation von Objekten, die vor Ort nicht verfügbar sein können.

Die Kombination von virtuellen und haptischen Modellen hat neuartige Exponate ermöglicht. Ein Beispiel ist die interaktive Installation "Mittelalterliche Gründungsstädte" im Deutschen Historischen Museum, Berlin. Kern des Exponats ist ein Modell der mittelalterlichen Stadt Straubing, das im Computer erstellt und dann im Rapid Prototyping Verfahren als haptisches Modell erzeugt wurde. Das Exponat besteht aus zwei Teilen: dem liegenden, haptischen Modell und einer senkrechten Projektionsscheibe dahinter. Beide Teile sind Träger von Informationen. Die Inhalte korrespondieren miteinander. Werden beispielsweise einzelne Funktionen und Nutzungen der mittelalterlichen Stadt auf der Projektionsscheibe thematisiert, erfolgt eine Bestrahlung der entsprechenden Bauwerke auf dem Modell. Darüber hinaus können die im Modell verorteten Bauwerke und Stadträume auf der Projektionsscheibe im virtuellen Modell aus der Fußgängerperspektive betrachtet werden.

Das Exponat "Roots - Wege der Menschheit" ist ein Beispiel für die Simulation komplexer historischer Vorgänge mit Hilfe neuer digitaler Möglichkeiten. Eine Animation wird auf ein Landschaftsrelief projiziert und zeigt die Entwicklung und Ausbreitung der verschiedenen Menschenarten. Gezeigt wird dieses Exponat im Rheinischen LandesMuseum, Bonn.

Museen stehen oft vor dem Problem, Originale nicht ausleihen oder ausstellen zu können. "Holovisionen" können solche Objekte dennoch vor Ort zeigen. Sie erzeugen die "Illusion", dass die Gegenstände vor den eigenen Augen dreidimensional im Raum schweben. Für die Betrachter sind keine technischen Hilfsmittel notwendig. Die "Holovision" hat Exponatcharakter. Sie ersetzt nicht das Original, die Objekte können aber mit dieser speziellen Methode dreidimensional und in Originalgröße betrachtet werden.